DACHGAUBEN

Dachgauben – Mehr Licht, mehr Platz, mehr Optik

Die Dachgaube ist sozusagen die große Schwester des Dachfensters und kann neben ihrer Funktion als Tageslichtspender noch mit einigen überzeugenden Punkten aufwarten: Dachgauben schaffen mehr Wohnraum, sie heizen die Luft weniger auf als Dachfenster und sie werten durch zahllose Gestaltungsmöglichkeiten die Optik jedes Hauses auf.

Prinzipiell ist es ratsam, Dachgauben bereits in der Planungsphase eines Neubaus zu berücksichtigen. Aber auch im Nachhinein ist es möglich – wenn Statik und Bauamt mitspielen – Dachgauben einzubauen.

Schleppgaube

Die Schleppgaube hat eine lange Tradition und ist durch ihre gradlinige Form nach wie vor eine der beliebtesten Gaubenarten. Man findet sie nahezu auf allen Dacharten. Planung und Konstruktion sind verhältnismäßig simpel, wodurch sie schnell und kostengünstig eingebaut werden kann.

Flachdachgaube

Die Flachdachgaube ist eng mit der Schleppgaube verwandt. Die beiden Varianten unterscheiden sich in erster Linie durch den Winkel sowie durch die Abdichtung des Daches: Hat eine Schleppgaube eine Neigung von mindestens 15° und wird hauptsächlich mit Dachziegel gedeckt, weißt eine Flachdachgaube einen Neigungswinkel von nur 2,9° bis maximal 5° auf und erhält zumeist eine Abdichtung aus Blech bzw. Bitumen.

Satteldachgaube

Die Satteldachgaube – auch Giebelgaube genannt – gehört zur Familie der spitzen Gauben und ist eine sehr verbreitete Gaubenart. Ihre Konstruktion sowie der Einbau sind recht einfach, was sie nicht nur optisch, sondern auch preislich attraktiv macht. Einzige Voraussetzung für den Einbau einer Satteldachgaube ist ein Neigungswinkel des Hauptdaches von ungefähr 30 Grad.

Spitzgaube

Die Spitzgaube ist eine Weiterentwicklung der Satteldachgaube und sieht dieser daher auf den ersten Blick recht ähnlich. Der große Unterschied liegt aber darin, dass die Front der Spitzgaube ein Dreieck bildet, wohingegen die Front der Satteldachgaube ein Viereck beschreibt. Als moderner Blickfang ist die Spitzgaube häufig auf Neubauten zu finden, dient aber auch bei Altbauten dem gezielten setzen von Kontrasten.

Walmdachgaube

Die Walmdachgaube ist eine weitere Version der Satteldachgaube, unterscheidet sich im Aussehen aber durch die für die namensgebenden Walmdächer typische dreieckige Stirn. Es gibt sie mit oder ohne Firstgrad, kann also in Design und Höhe variieren. Durch den hohen Konstruktions- und Einbauaufwand ist die Walmdachgaube etwas höherpreisiger als die vergleichsweise schlichtere Satteldachgaube.

Trapezgaube

Die Trapezgaube sieht der Schleppgaube recht ähnlich, unterscheidet sich aber durch die abgeschrägten Seitenelemente, was ihr auch ihren bezeichnenden Namen verleiht. Sie ist die ideale Gaube für große Dächer. Da die Trapezgaube einen höheren Aufwand an Planung, Konstruktion und Einbau erfordert, bewegt sie sich auch preislich eher im Mittelfeld.

Rundgaube

Die Rundgaube ist nicht nur optisch ansprechend, sie bietet auch den Vorteil, dass sie trotz erhöhtem Konstruktionsaufwand auch noch nachträglich relativ unproblematisch eingebaut werden kann. Es gibt sie in zwei verschiedenen Varianten: als Segmentbogengaube sowie als Tonnendachgaube, wobei bei ersterer das Dach als Kreisausschnitt auf den Seitenelementen aufliegt und letztgenannte einen Halbkreis mit nahtlosem Übergang beschreibt.

Fledermausgaube

Die Fledermausgaube, auch Ochsenauge bzw. Froschmaulgaube genannt, fällt durch ihre besondere, geschwungene Sinuskurven-Form auf und ist häufig bei Reetdachhäusern bzw. Spaltholzschindeln zu finden. Die Fledermausgaube ist durch einen hohen Planungs- und Einbauaufwand gekennzeichnet, wodurch sich auch die Kosten eher im höherpreisigen Bereich bewegen.

Was vor der Planung einer Gaube zu beachten ist

Prinzipiell gilt: Wer über den Einbau einer Dachgaube nachdenkt, sollte zügig beim zuständigen Bauamt nachfragen, ob eine Baugenehmigung notwendig ist. Vor allem bei Gauben, die nachträglich eingebaut werden sollen, ist dieser Schritt wichtig, denn es ist durchaus möglich, dass der Einbau nicht erlaubt ist. Und diesen Ärger sollten Sie sich unbedingt sparen.

Hat das Bauamt keine Einwände, ist es im nächsten Schritt wichtig, die Substanz des Dachstuhls auf Zustand und Eignung hin zu überprüfen. Zudem gilt es zu beachten, dass nicht alle Gaubenarten für jedes Dach geeignet sind.

Neben diesen beiden Punkten sind natürlich auch die Kosten ein wichtiger Faktor. Diese hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie Beispielsweise Form, Größe sowie Anzahl der Fenster. Entscheidend ist auch die Frage, ob Sie sich für eine Fertiggaube oder für eine Maßanfertigung entscheiden.

Sie sehen, der Einbau einer Gaube will gut überlegt sein und gehört vom ersten Schritt an in die Hände eines Fachmanns. Daher beraten wir Sie umfassend vor Ort, um die wichtigen Gegebenheiten direkt von Anfang an berücksichtigen zu können. So finden wir gemeinsam den optimalen Weg hin zur passenden Gaube.

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