DACHSTÜHLE

Der Dachstuhl – Universeller Schutz vor Wind und Wetter

Wir alle kennen den Ausdruck „Ein Dach über dem Kopf haben“. Was umgangssprachlich bedeutet, nicht ObDACHlos zu sein, zeigt wörtlich, wie immanent wichtig die Rolle des Hausdaches ist: Es schützt nicht nur Mensch, Tier, Hab und Gut vor äußeren Einflüssen wie Regen, Kälte sowie Gefahren, sondern schirmt auch die bauliche Substanz des Hauses vor ebendiesen ab.

So vielfältig die Eigenschaften eines Daches sind, so unterschiedlich sind auch die Erscheinungsformen. Ob Steildach oder Flachdach: die verschiedenen Merkmale der Dächer beeinflussen ganz entscheidend das Erscheinungsbild des Hauses. Nicht zuletzt deshalb sollte die Wahl des Daches gut überlegt sein.

Das Steildach – Der Klassiker unter den Dächern

Steildächer sind ein absoluter Klassiker wenn es um Dachformen geht. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Regen kann besonders gut abfließen, im Vergleich zum Flachdach besteht nicht die Gefahr von eindringender Feuchtigkeit, durch die Höhe ergibt sich mehr Stau- bzw. Wohnraum und es gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen.

Sparrendach

Sparrendächer sind weit verbreitet und bilden den Standard. Man erkennt sie an der typischen dreieckigen Form. Da im Innern des Daches keine Stützbalken benötigt werden, kann dieser Raum komplett ausgebaut und genutzt werden. Lediglich im Hinblick auf Dachgauben gibt es Einschränkungen, da diese immer zwischen den tragenden Sparren eingebaut werden können und somit in ihrer Breite beschränkt sind.

Kehlbalkendach

Kehlbalkendächer kommen zu Einsatz, wenn das Haus einen großen Grundriss besitzt, es also eine große Spannweite benötigt. Im Gegensatz zum Sparrendach werden hier im oberen Drittel Querbalken angebracht, die die Konstruktion verstärken. Hierdurch wird der Raum unter dem Dach zwar niedriger, ist aber dennoch gut ausbaubar bzw. nutzbar.

Pfettendach

Das Pfettendach ist Ihnen sicherlich von Altbauten bekannt: Die wunderschönen alten Balken ragen in die Höhe, gabeln sich Richtung Decke und verleihen dem Wohnraum einen ganz besonderen Charme. Diese Konstruktion ist es, die dem Dach seine Stabilität verleihen. Denn die Sparren werden von sogenannten Pfetten gestützt, die waagrecht über die gesamte Länge des Daches angebracht und von den Ihnen bekannten Balken gestützt werden. Hierdurch ist es möglich, besonders breite bzw. komplizierte Dächer zu realisieren, die hierzu noch mit großen Fenstern oder Gauben versehen sind.

Das Flachdach – Modern und kostengünstig

Was zunächst simpel erscheint, erfordert viel Know-how und Präzision: Das Flachdach ist insbesondere im Hinblick auf Wasserundurchlässigkeit eine Herausforderung. Dies liegt in der Natur der Sache. Kann beim Steildach Regenwasser automatisch abfließen, bleibt beim Flachdach das Wasser teilweise stehen. Das Dach muss also sehr gut abgedichtet sein, ansonsten drohen Schäden am Fundament. Auf der anderen Seite sind die Kosten eines Flachdaches im Vergleich zum Steildach geringer, da sowohl die Konstruktion simpler, als auch auf den Ausbau von bspw. Treppen oder dergleichen verzichtet werden kann. Das Flachdach bietet zwar kein Raum zum weiteren Ausbau, kann aber dennoch beispielsweise begrünt oder als Dachterrasse genutzt werden.

Das Flachdach ist in verschiedenen Ausführungen realisierbar: Als Kalt-, Warm- und Umkehrdach. Die Varianten unterscheiden sich hinsichtlich der Art der Dämmung.

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